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Wie wird zwischen einem Drehteil und einem Dreh-Frästeil differenziert?

08. Juni 2021

Wie entsteht ein Dreh- oder Frästeil?

Drehen ist als Technik schon seit dem Altertum bekannt und wird heute vor allem für die Herstellung von Schrauben, Achsen, Wellen, Spindeln, Radnaben und anderen rotationssymmetrischen Teilen verwendet. Drehteile kommen in zahlreichen Bereichen wie der Elektrotechnik oder der Hydraulik zum Einsatz. Fräsen hingegen ist eine Technik, die erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts vor allem zur Herstellung von ebenen Oberflächen wie Nuten oder Führungselementen Anwendung findet. Aber auch komplizierte Formen lassen sich mithilfe von modernen Fräsmaschinen herstellen.

Drehen und Fräsen gehören zu den wichtigsten Fertigungsverfahren in der Zerspantechnik. In beiden Verfahren werden von einem Werkstück, dem Dreh- oder Frästeil, Späne abgetragen, um so die gewünschten Formen entstehen zu lassen. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Verfahren ist die Art der Bewegung, durch die Material entfernt wird. Beim Drehen ist das Werkzeug (Drehmeißel) in der Regel festmontiert und das Werkstück (Drehteil) dreht sich um seine eigene Achse. Beim Fräsen hingegen rotiert das Fräswerkzeug mit einer hohen Geschwindigkeit, während das Werkstück (Frästeil) in einer fixierten Position verbleibt.

Drehteile und Frästeile: Eigenschaften

Drehteile können relativ genau hergestellt werden. Nach dem Drehen werden sie meist direkt eingebaut oder erfordern lediglich noch eine Endbearbeitung durch Schleifen. Die Maßgenauigkeit von Drehteilen, angegeben als ISO-Toleranz, liegt in der Regel zwischen IT10 und IT7. Kleinere Zahlen bedeuten, dass das fertige Werkstück (Istmaß) nur minimale Abweichungen vom Nennmaß aufweist. Durch das Ergreifen von Sondermaßnahmen werden beim Drehen noch höhere Genauigkeiten erreicht. Beim Hoch- oder Ultrapräzisionsdrehen sind sogar Genauigkeiten von IT5 bis IT1 möglich. Ein Frästeil kann mit vergleichbarer Maßgenauigkeit hergestellt werden.

Die Oberflächenqualität des Drehteils wird zumeist mit der Rautiefe angegeben. Je geringer die Rautiefe, desto besser ist die Oberflächenqualität. Je nach Methode liegt die Rautiefe beim Drehen zwischen Rz = 100 µm und 3 µm. Beim Schruppen, der Grobbearbeitung des Drehteils, ist die Rautiefe zwischen Rz = 100 µm und 60 µm und beim Schlichten, der Feinbearbeitung, werden Werte zwischen Rz = 25 µm und 16 µm erreicht. Bei Präzisionsvarianten kann die Rautiefe sogar nur zwischen Rz = 4 µm und 3 µm liegen. Bei einem Frästeil liegt die mittlere Rauheit bei besonderer Sorgfalt bei Ra = 0,6 µm und bei normaler Sorgfalt bei Ra = 3,2 µm.

Seit Jahren fertigen wir von Drehteile Loga CNC Drehteile in höchster Qualität und mit dem nötigen Quantum Präzision an. Bei uns bekommen Sie Lösungen, die perfekt an Ihren Bedarf angepasst sind, egal ob Sie Großserien oder ein individuelles Projekt realisieren möchten. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Verfahren zur Herstellung von einem Dreh- oder Frästeil

Soll ein bestimmtes Dreh- oder Frästeil produziert werden, kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Bei allen Fertigungsverfahren der Zerspantechnik erfolgt die Unterteilung der Verfahren abhängig von der Form, die entstehen soll. Um ein Dreh- oder Frästeil mit einer ebenen Fläche herzustellen, wird das Plandrehen/-fräsen angewandt. Sollen hingegen kreisrunde Formen entstehen, wird Runddrehen/-fräsen durchgeführt. Soll eine andere Form entstehen, werden Profilwerkzeuge verwendet, die die relevante Form als Negativ enthalten (Profildrehen/-fräsen). Außerdem erhält man durch gesteuerte Bewegungen des Werkzeugs ein Dreh- oder Frästeil in beliebiger Form (Formdrehen/-fräsen).

Wie kann man zwischen einem Drehteil und einem Dreh-Frästeil differenzieren?

Für die Produktion mancher Werkstücke mit vielen Formelementen werden daher idealerweise Drehen und Fräsen kombiniert. Dafür gibt es sogenannte Dreh-Fräs-Zentren, die in einer einzigen Maschine sowohl durch Drehen als auch durch Fräsen ein Werkstück bearbeiten. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die fertigen Drehteile nicht aus der Drehmaschine entnommen werden müssen, um dann die Verarbeitung in einer Fräsmaschine fortzusetzen. Ein komplexes Dreh-Frästeil kann so in einer einzigen Maschine hergestellt werden.

Wenn bei Ihnen noch Fragen zur Differenzierung zwischen einem Dreh- und Frästeil und einem Dreh-Frästeil offengeblieben sind oder wir Ihnen anderweitig zur Seite stehen können, dann kontaktieren Sie jetzt Ihren Ansprechpartner. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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